Roots Dokumentation (2012 -2021) / Film  

 

 

Auf der Suche nach Ganzwerdung jenseits der Methoden der klassischen Psychologie, stellt die Kreativität ein Bindeglied zwischen Materie und Bewusstheit dar. Unter der Annahme, dass erst das durch den Körper selbst bewusst gewordene Wissen gesichertes Wissen darstellt, stellt es die Voraussetzung dar, um Forderungen für den Körper zu stellen.

Wenn der Körper in die Mitte des Erkenntnisinteresses rückt, dann wird seine mediale Funktion deutlich: Körper als Werkzeug stellte eine Funktionalisierung der

 

Der erste Film stellt die Basis dar und die aus der Improvisation generierten Bewegungen wurden für die weiteren Kurzfilme wieder herangezogen. Die Improvisation stellt dabei weniger ein willkürlich zusammengestelltes Tanzrepertoire dar, sondern ist ein Ergebnis aus der Verbindung mit dem inneren Feld, dass in Resonanz mit dem äußeren Feld ist.

 

Der Raum spiegelte die aktuelle Beziehung zum Körper wieder und dessen Auswirkung auf die Artikulation. Die Materie, Der Raum stellt ebenso den die Entwicklung des Tanzenden zu den Roots als Ur-Ort der Identität eine rückwärts gewandte und findende ist. Ohne dass der erste Film den letzten vorvisioniert hat, hat die Kamera die Entwicklung lediglich festgehalten.

Die Motivation der Suchenden ist die Ganzwerdung.

 

 

Awakening journey to an unknown place ist der erste Film. Er thematisiert die Unfassbarkeit und Würde des individuellen Körpers und seiner Bezüge und Beziehungen als Manifest. Die abgebrochene, weggerissene, pulsierenden und wellenartigen Bewegungen der Wirbelsäule können mit der Verleiblichung der Kraft des berstend-ungestümen in die Welt geborenen Körpers verglichen werden. Die afrikanische Identität zeigt sich körperlich durch Figuren, Rhythmen und Armgesten, die häufig repetitiv genutzt an Trancetänze erinnern.

 

 

Roots earth als zweite Forschung ist in einem abgerissenen Gewächshaus aufgenommen. Die Reise des Körpers zurück zur Urnatur durch die Rückwendung zum Material, das den Körper geboren hat, die Erde. Die Bewegungen sind hingabevoller, fließender, sinnlicher. Immer wieder die Aussage nach dem miteinander.

 

 

I am re-born ist die aktuellste den Improvisation in der Forschung von Roots.

Mit Familientherapeutin und somatic integration developer, Eva Wieprecht, bringen sich Familie und Community in die Thematik ein. Der Filmmaterial dokumentiert Schwesternschaft, Weiblichkeit, Beziehungstanz, Heiltanz als Ritual in der Natur. Das sich der Abschluss der Roots-Serie so gefügt hat, ist ebenso Teil des Forschens. Wohin entwickelt sich der Körper, wenn die Körperweisheit die Entscheidungen trifft? Im Meer, dem weiblichsten aller Elemente und Brutstätte des Körpers, schließt sich der Kreis ohne dass dies zuvor visioniert war. Das Filmmaterial, brachte eine Improvisation zweier Frauen vor, die sich drei Tage zuvor zum ersten Mal persönlich begegneten. Die Improvisation verkörpert Begegnung und Beziehungsschritte verkörpert, ohne dass es als solches geplant war. << back